In Namibia geht das BIG Projekt weiter!
Mittwoch, 11. November 2009 um 22:06 Uhr
Reiner Liliental
Vom 30.10.2009
BIG geht in die Verlängerung Initiatoren wollen Projekt nächstes Jahr weiterführen – „Das Geld haben wir“ Obwohl zum Jahresende die zweijährige Pilotphase zur Zahlung des Grundeinkommens (Basic Income Grant, BIG) ausläuft, wollen die Initiatoren die Unterstützung für mindestens ein Jahr fortsetzen. Indes wehrt sich die BIG-Koalition gegen Kritik vom Premierminister. Windhoek – „Das Pilotprojekt geht auf jeden Fall zu Ende“, machte Claudia Haarmann von der BIG-Koalition jetzt im AZ-Gespräch deutlich. Aber: „Wir wollen die Gemeinschaft in Otjivero nicht im Stich lassen. Deshalb gibt es derzeit entsprechende Diskussionen innerhalb der BIG-Koalition“, führte sie aus. In die Gespräche sei auch das Bürgerkomitee des Ortes Otjivero/Omitara einbezogen, an dessen rund 1000 Einwohner das Grundeinkommen (100 Namibia-Dollar pro Monat) in den Jahren 2008 und 2009 ausgezahlt wurde.
Laut Haarmann würden verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung diskutiert, darunter die Weiterführung der Zahlung oder die Einführung von Projekten, die der Gemeinschaft zu Arbeit und Einkommen sowie schließlich besseren Lebensbedingungen verhelfen würden. „Wir werden etwas machen, wissen aber noch nicht genau was. In jedem Fall entscheiden wir das mit der dort lebenden Gemeinschaft.“ Die Finanzierung der Grundeinkommen-Auszahlung für ein weiteres Jahr sei jedenfalls kein Problem, machte Haarmann deutlich: „Wir haben mehr Geld eingesammelt als wir brauchen.“ Nach den bisherigen Parametern (100 N$ pro Person und Monat) hat das Pilotprojekt 1,2 Millionen Namibia-Dollar gekostet – „das Geld haben wir“, so Haarmann.
Angesichts der vor kurzem von Premierminister Nahas Angula an BIG geäußerten Kritik verteidigte die Pastorin den Grundgedanken des BIG-Projekts. Die Pilotphase habe bewiesen, „dass es funktioniert“. „Solch positive Ergebnisse haben wir nicht erwartet, ich hoffe, dass die Regierung das auch sieht“, so Haarmann auf AZ-Nachfrage. Angula hatte in Frage gestellt, ob die bedingungslose Auszahlung von Bargeld ein „normaler Weg der Unterstützung“ armer Menschen sei. Auch den Wunsch der BIG-Koalition, das Grundeinkommen landesweit einzuführen, torpedierte der Premier mit dem Argument, dass es lächerlich sei, wenn die Armen sehen würden, dass alle Namibier inklusive er ebenfalls 100 N$ bekommen würden. Haarmann konterte, dass das Pilotprojekt bewiesen habe, dass die Menschen „verantwortungsvoll mit dem Geld umgehen“.
In ihrer jüngsten Erklärung forderte die BIG-Koalition die Regierung erneut auf, die Auszahlung eines Grundeinkommens landesweit einzuführen (und zu finanzieren). Von Allgemeine Zeitung Namibia
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 11. November 2009 um 22:33 Uhr
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Diskussionsrunde zu Bürgergeld und Hartz IV bei Phoenix
Dienstag, 13. Oktober 2009 um 22:17 Uhr
ina bentner
Laut Sendeplan von Phoenix soll am Mittwoch, den 14. Oktober, in der Phoenix-Runde um 22.15 Uhr über "Bürgergeld statt Hartz IV - Ist das sozial?" diskutiert werden. Gäste sind: Norbert Blüm, CDU (Ehem. Bundesarbeitsminister), Andreas Pinkwart, FDP (Stellv. Bundesvorsitzender), Michael Schlecht (ver.di) und Wolfgang Engler (Kultursoziologe.
Da Wolfgang Engler zumindest für ein Grundeinkommen argumentiert, wenn auch eines mit Bildungspflicht, ist eine Kontroverse in dieser Hinsicht zu erwarten, zumal Pressemeldungen in der letzten Woche deutlich gemacht haben, dass das FDP-Bürgergeld an der Hartz IV-Logik festhält.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 15. Oktober 2009 um 22:23 Uhr
Knapp Fünf Prozent der Stimmen für BGE- Kandidaten
Dienstag, 29. September 2009 um 11:02 Uhr
Reiner Liliental
Knapp Fünf Prozent der Stimmen für BGE- Kandidaten Berlin Deutschland hat gewählt. Doch neben dem Erfolg für Schwarz – Gelb, der trotz seiner Deutlichkeit mitten in den spürbaren Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise in etlichen Teilen der Bevölkerung für Unverständnis sorgt und Ängste vor einer Welle der Sozialen Kälte in Deutschland aufkommen lässt, ist auch ein völlig anderer Trend erkennbar, der viele Menschen in Bezug auf die Zukunft unseres Sozialstaates hoffnungsvoll stimmt. Knapp 5 Prozent der Wähler entschied sich in der Bundestagswahl 2009 für KandidatenInnen, die sich im Rahmen Ihrer Parteien oder auch als parteilose DirektkandidatenInnen für die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens engagieren. Laut Angaben der überparteilichen Plattform “Grundeinkommen ist wählbar!” haben 151 Kandidierende in 110 Wahlkreisen 2.133.083 Stimmen errungen. 11 Kandidierende erringen ein Direktmandat: 8 x CDU; 2 x Linke; 1 x Grüne. 19 Kandidierende ziehen über die jeweiligen Landeslisten in den Bundestag ein: 14 x Grüne, 3 x Linke, 1 x CDU, 1 x SPD. Die 34 parteifreien Kandidierenden erhalten zusammen 45601 Stimmen. Die aktuellen Wahlergebnisse zeigen, dass es nicht nur eine Alternative zu den Ideen der großen Volksparteien gibt, wie beispielsweise die der Klientelparteien FDP und CSU. Durch die Schnittstelle zahlreicher KandidatenInnen in den verschiedenen Parteien bahnen sich so auch Konzepte einer breiten Bürgerinitiative für ein “Bedingungsloses Grundeinkommen” den Weg in verhandelbare Tagespolitik im Bundestag. Zudem ist die Anzahl parteiunabhängiger BGE- DirektkandidatenInnen enorm angestiegen. So hat die Bundestagswahl 2009 nicht nur überwältigenden Protest gegen die Politik etablierter Parteien mobilisiert sondern gleichzeitig im Sinne einer Bewältigung der allgemeinen Vertrauenskrise in die Politik, die sich im Absinken der Wahlbeteiligung auf ein Rekordtief offenbart, Zukunftsweisendes bewegt. ethiker
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 29. September 2009 um 11:06 Uhr
Nach der Wahl ist vor der Wahl.
Sonntag, 27. September 2009 um 19:54 Uhr
Reiner Liliental
Jetzt ist die Wahl gelaufen und wie sieht es mit unseren Direktkandiaten aus? Hier sind zwei Seite auf die ihr euch schlau machen könnt. Archiv-Grundeinkommen und grundeinkommen-ist-waehlbar In ein paar Monaten ist in NRW Landtagswahl, das heißt für uns weiter machen bis das Grundeinkommen geboren ist.
WuppertalerInnen sind Könige/innen
Mittwoch, 16. September 2009 um 10:44 Uhr
Am Samstag, 19. September 2009 werden auch wir Wuppertaler und Wuppertalerinnen zu gekrönt.
Die stille Unterstützerin der Wuppetaler Initiative Grundeinkommen, Iris Colsman, hat für kommenden Samstag eine Krönungsaktion in Wuppertal organisiert. Noch ist nicht entgültig geklärt, ob die Krönungen im Hauptbahnhof oder auf der Alten Freiheit stattfinden wird. Los geht es auf jeden Fall um 11 Uhr. Vielen Dank an Iris und den lieben unbekannten Spender der Kronen.
Für BesucherInnen, denen Wuppertal zu weit weg, oder die am Samstag keine Zeit haben ist: hier gibt es mehr Informationen zu anderen Krönungen.
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